Sonntag, 29. November 2015

[Travel] München hat mein Herz; & ich dafür eins aus Lebkuchen

Inzwischen ist es schon über 5 Monate her, dass ich nach München gereist bin. Einfach so. Weil ich noch nie dort war. Um die Stadt zu besichtigen. Und ein bisschen auch, um meinen Cousin zu besuchen, der dort seit Neustem (also vor fünf Monaten war es noch ca. seit neustem :D) wohnt und arbeitet. 
























Ich muss gestehen, dass ich irgendwie ein ganz anderes Bild von München im Kopf hatte. Ich war zwar noch nie in Bayern, aber durch das Oktoberfest oder andere Medienberichterstattung, hat man so eine bestimmte Vorstellung, davon, was es für eine Stadt oder auch das ganze Bundesland, da man ja vollkommen verallgemeinert, bedeutet "bayrisch" zu sein. Und ich habe das auf München übertragen. Was nicht heißt, dass ich vor Ort starr in diesem Denken geblieben bin. Ist auch nicht so, dass ich Vorurteile hatte- ich war nur einfach ein bisschen überrascht. So wie das, denk ich, immer ist, wenn man eine Stadt zum ersten Mal besucht und so richtig sieht. Einfach weil das noch mal ganz anders auf einen wirkt, als vielleicht Fotos. Wenn man dann an den Orten ist, die man auf den Fotos wiedererkennt, macht plötzlich alles Sinn und man fragt sich, wie man überhaupt auf solche falschen Vorstellungen von der Gegend geschlussfolgert hat. Ähnlich wie, wenn eine Verfilmung anders umgesetzt wird, als das eigene Bild der Buch-Welt beim Lesen. Auch wenn es da keine reale, richtige Umsetzung gibt (sondern alles nur Fiktion ist und auch Imagination eines einzelnen). Ein anderes Beispiel: Wenn man sich, die Stimme von jemandem vorstellt, den man noch nie getroffen und nur auf Bildern online gesehen hat. Und dann ist sie so komplett anders.


Jeeedenfalls. Ich habe erst gestutzt, mich dann aber langsam, aber sicher, auch in dieses München verliebt. Das so viel mehr ist. Als nur "Oktoberfest" und "bayrisch".


Leider hatte ich nur rund zwei Tage Zeit, die Stadt zu erkunden, da Donnerstag und Sonntag fast ausschließlich für Hin- und Rückfahrt drauf gingen. Letztendlich habe ich trotzdem viel sehen und natürlich auch fotografieren können, da über 800 Fotos aber hier eindeutig den Rahmen sprengen, musste ich auf ein paar wesentliche reduzieren -was mir echt nicht leicht fiel!-, weshalb ihr nicht immer zu allem Erwähnten auch ein Foto findet. Da muss euch dann wohl oder übel euer guter alter Kumpel Google aushelfen. Oder ihr müsst selbst hinfahren! Allgemein versuche ich diesen Post auch wie einen Travelguide und nicht nur wie einen persönlichen Bericht aufzuziehen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Freitag ging es dann also für mich, -nach einem Frühstück auf der Dachterasse.. hört sich so luxeriös an.. nein, das war es nicht. Hab mich mit 'ner Müslischale auf die Fliesen gesetzt. War trotzdem schön.- mit der U-Bahn Richtung Zentrum. Vom Karlsplatz oder auch Stachus genannt (wenn man denn die richtige Treppe aus der U-Bahn-Station findet...) hat man erst einmal einen Blick auf den Justizpalast, aber auch auf das Karlplatzrondell und den Springbrunnen, der sogar rundum mit Palmen bepflanzt ist. Von da gelangt man zum Karlstor, bei dem ein Blick nach oben, bzw. in die Ecken nicht schadet, -generell auf die Kleinigkeiten der Bauten achten!- und dem Brunnenbuberl, sowie wenig später zum Marienplatz mit dem Neuen Rathaus, dessen Glockenspiel, einer goldenen Jungfrau Maria Statue, und noch etwas weiter, der Julia Statue, die für Glück, Hoffnung und Liebe steht und dies weitergibt, wenn man ihr Blumen in den Arm legt oder ihre Brust berührt, da das Brauch in Julias "Heimatstadt" Verona ist. (nach Shakespeare)

Ebenfalls Glück bringt es, wenn man dem Wildschwein Porcellino vor dem Jagd- und Fischereimuseum die Schnauze reibt -sowas gibt es echt oft. Z.B. auch in Leipzig mit Fausts Schuh- und natürlich macht Celina das auch :D. Man läuft am Alten Rathaus, verschiedenen Kirchen -auch dem Alten Peter, zu dem wir später noch kommen- vorbei und landet natürlich auch auf der "Shoppingmeile". Mein persönliches Highlight: Forever21, von dem ich bisher immer nur den Online-Shop kannte, da es Stores in Deutschland nur in einer Handvoll von Städten gibt, wie beispielsweise Berlin und, eben, München. Da hab ich mich dann auch eine ganze Weile aufgehalten, bis mein Cousin von der Arbeit kam. Mit ihm ging es dann über den Viktualienmarkt und nach einem "Froyo" auf den Weg zum Englischen Garten. Der ist wirklich rieeeesig. Dazu aber später mehr. Ach und in den MAC Store wurde auch hereingestürmt -not really- und geschaut, ob ich "Candyyumyum" wirklich brauche, obwohl ich schon so ein knalliges Pink, das etwas rötlicher ist, habe. Answer: yes. Auch wenn ich ihn erst am Flughafen ein paar Monate später dann wirklich kaufte. Wir können ja schließlich noch rationale Entscheidungen treffen. Mhmhm.



Eigentlich erst am letzten Tag, da ich davor immer die "Aufstiegszeiten" knapp verpasst hab, ging es für mich auf den Alten Peter, den Turm der Peterskirche. Von ihm hat man einen tollen Ausblick über München, vor allem das Zentrum und den Marienplatz, aber auch beispielsweise den Olympiaturm. Auch über die Türme der Frauenkirche, die momentan allerdings noch bis 2016 saniert werden, weshalb sie geschlossen sind und weiter unten auch noch verhüllt. Seit einem Bürgerentscheid von 2004 dürfen keine Gebäude mehr gebaut werden, die höher als die Frauenkirche sind. Sie ist das Wahrzeichen von München. Ironischerweise ist das glaub ich auch mein Lieblingsbild von all den 800 die ich gemacht habe:
























Der Aufstieg war schon leicht anstrengend (ca. 300 Stufen) und es oben auch ziemlich eng, da man natürlich nicht die einzige Person ist, die auf der schmalen Plattform balanciert. Aber schlussendlich hat sich das echt gelohnt und ist -für 2€- auch wirklich nicht teuer. Man kann sich auch so lange man möchte, dort aufhalten, was ich ausgenutzt habe, für Fotos, Fotos, Fotos und sogar 1/2 Videos. Es war echt schön dort oben -da ich im Sommer da war auch von den Temperaturen- und man hat sogar ab und zu die Straßenmusiker bis nach oben gehört. Generell ist München eine sehr lebendige Stadt mit viel Musik, Aktionen und Menschen. Junggesellen-Abschiede, Kletterwände, Ballon-Dirndl und -Maßkrüge -alles gesehen!


Nachdem ich dann all diese Stufen wieder herunter gelaufen bin, hab ich mich entschlossen, auch mal einen Blick in die Peterskirche selbst zu werfen. Und das war eine verdammt gute Entscheidung, if I do say so myself. Auf den Bildern kommt es glaub ich nicht annähernd rüber, wie schöööön diese Kirche ist. Viel Weiß, viel Gold, viele Ornamente und wunderschöne Frescos in zarten Tönen. Ja, ich habe mich fast schon verliebt in diese Kirche und kann einen Besuch nur empfehlen, ebenso wie den der Heilig-Geist-Kirche ganz in der Nähe.



Auch eine Fahrt zum Olympiazentrum ist eine gute Idee. Dort findet man den Olympiaturm, sowie das -stadion und einen schönen Park mit einem großen See. In diesem Park befindet sich auch der "Olympic Walk of Stars", der an den Walk of Fame erinnert und auf dem man ein paar Handabdrücke und Unterschriften von Prominenten findet. Mich persönlich mehr überzeugen, konnte aber die BMW Welt/Museum, was ich ja vorher so gar nicht dachte. Aber architektonisch ist sie sowohl innen, als auch außen, echt ein Hingucker. Und so fotogen. Also, falls ihr mit eurem Freund reist, könnt ihr ihn mit diesem Tagesziel vielleicht begeistern oder zumindest ein wenig besänftigen, if needed. ;) 

Danach ging es wieder eher ins Zentrum zum Odeonsplatz und in den Hofgarten, in dessen Pavillon, auch Diana-Tempel genannt, man auch wieder Musik lauschen und das Grün genießen konnte. Nicht weit davon findet man die Münchner Residenz und die Bayrische Staatskanzlei, die alle beide sehr imposante Gebäude sind.

Nach einer kurzen Pause, entschied ich mich dann, ein Stück an der Isar entlang und aus der Innenstadt raus zu laufen. Am Isartor, dem Deutschen Museum mit seiner großen Schiffsschraube und dem Gasteig vorbei; weshalb ich abends todmüde ins Bett fiel.


Freitag ging es nach meiner Shoppingtour, wie gesagt, in den Englischen Garten, der wirklich sehr, sehr groß von seiner Fläche ist und von dem ich wahrscheinlich noch nicht mal 1/3 gesehen habe. Dort trifft man auf jeden Fall auch sehr viele Menschen an und kann sich gemütlich an den Eisbach setzen und da auch seine Füße abkühlen -nur wahrscheinlich nicht sehr lange, da das "Eis" in Eisbach es echt gut trifft. Ja, er ist kalt. Brrr. Weiter oben gibt es auch die Eisbachwelle, auf der wohl einige Surfer reiten. Ich habe keine gesehen, dafür aber eine Stelle gefunden, wo man auf einem Damm(?) laufen kann und es deshalb so wirkt, als würde man auf Wasser gehen.

Weiterhin gibt es im Englischen Garten noch den Monopteros Tempel, der momentan aber auch saniert wird und deshalb nicht zugänglich ist. Von ihm -da er auf einem Berg gebaut wurde- hat man einen tollen Ausblick über den Garten und wohl auch über die Skyline der Innenstadt. Zur Zeit meines Besuches, war er zwar noch freigelegt, mir aber nicht klar, dass der Ausblick so besonders ist.

Wenn man schon im Englischen Garten ist, darf ein Stopp am Chinesischen Turm und dessen Biergarten natürlich auch nicht fehlen. Abends wird der Turm sogar beleuchtet und manchmal auch musikalisch von einer Blaskapelle begleitet. Der Biergarten am Chinesischen Turm ist mit seinen 7000 Sitzen der zweitgrößte in München und auch ich -die Bier nicht mag- hab mir dort ein halbes Maß und eine Haxe mit Bratkartoffeln gegönnt (Wenn auch nicht ganz. War echt zu viel :D) Das gehört einfach doch irgendwie zu einem Besuch in München dazu. Am Donnerstag gab es auch schon Weißwürschtle mit süßem Senf und Brezen. Senf mag ich eigentlich auch nicht. Aber Reisen öffnet einfach den Horizont und man ist gewillter, aus seiner comfort zone auszutreten und fühlt sich auch noch gut dabei.

Auf dem Heimweg sind wir dann noch an den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität -die echt schön sind! Da wünscht man sich dann schon fast, man könne da studieren- und dem Siegestor vorbei gelaufen. Und eine Stadt spät abends zu erleben, hat ja auch noch mal was ganz eigenes.

Am Sonntag ging es dann nämlich für uns beide -also mich (mit einem Lebkuchenherz) und meinen Cousin- Richtung Heimat. (So konnte ich mir die Rückfahrtkosten sparen. Yes! :D) Kurz vor der Autobahn hab ich dann auch noch die Mae West Plastik gesehen, die ich mir notiert hatte, wenn auch eher unerwartet, weshalb mit Panik nach der Kamera gegriffen wurde und gehofft, dass man den Auslöser noch im richtigen Moment erwischte. Zum Glück schon. 

 

Instagram  |  Facebook

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar! :)