Sonntag, 25. Januar 2015

[Rezension] Raven Stone : Wenn Geheimnisse tödlich sind - Joss Stirling

Quelle:dtv.de
Preis: 16,95€ [D]
Verlag: Dtv
Seiten: 416
Bewertung: 3*
Originaltitel: Struck
Weitere Bücher: 
#2 Stung (engl.)
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Klappentext:

In letzter Zeit gehen seltsame Dinge an dem Eliteinternat vor sich, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihr beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab... Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An Ravens Seite ist der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles - und geht Raven damit ziemlich auf die Nerven. Andererseits fühlt sie sich sehr zu dem rätselhaften, ungemein attraktiven Jungen hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen? (Quelle: dtv.de)

Meine Meinung:
"Raven Stone" ist nicht, wie man eventuell aufgrund von Stirlings anderen Büchern vermuten könnte, Fantasy, sondern Krimi/Mystery. Weshalb man es auch nicht wirklich mit der Savant- Trilogie vergleichen kann, da es sich ja um ein ganz anderes Genre handelt. Dennoch muss ich sagen, dass mir Sky, Phoenix- vor allem Phoenix- und Crystal mehr Freude bereitet haben und mich Ravens Geschichte ein bisschen enttäuscht hat.

Es ist nicht durchgehend Spannung vorhanden, da beispielsweise Actionszenen bis zum Ende auf sich warten lassen. Dennoch ist es unterhaltsam und nie wirklich langweilig, da alles auf merkwürdigen Ereignissen aufbaut und sich dann auch irgendwann zuspitzt. Zudem trägt Joss Stirlings Schreibstil natürlich auch zur Unterhaltung bei.

Der Fokus liegt aber mehr auf Ravens Situation, ihrer Gefühlswelt, sowie ihren Beziehungen zu anderen Menschen. Unter anderem zu Joe und Kieran, die ich persönlich auch noch mal Unterhaltung für sich finde. 
Vor allem Kieran mit seinen oberschlauen Kommentaren, bringt einen oft zum Schmunzeln. Bestimmte Abschnitte sind auch aus seiner Sicht beschrieben, was noch mal mehr Abwechslung in den manchmal doch eher handlungsarmen Plot bringt.

Zu Anfang ist einem jedoch Joe sympathischer, da dieser offener und direkter auf Menschen zugeht und geübter im sozialen Umgang mit diesen ist. Im Laufe des Buches legt sich die Skepsis gegenüber Kieran und man kann verstehen, wieso Raven sich in ihn verliebt. Der Wow- Effekt bleibt jedoch aus, beziehungsweise das Gefühl, dass beide unbedingt zusammen gehören. Sie sind einfach sehr verschieden und ihre Liebe, konnte zumindest mich, nicht wirklich überzeugen.

Das Ende bildet ein richtiger Showdown, bei dem zwar nicht die Auflösung des Rätsels überrascht, aber der Verlauf überzeugt.

Der Abschluss kann für einige zu glatt und harmonisch wirken, da er alle verbliebenen Fragen beantwortet und Probleme löst; aber dennoch bietet die Grundidee noch genügend Material für eventuell folgende Bände.

Fazit:
Insgesamt ist "Raven Stone" ein Buch für diejenigen, die nicht durchgehend Action brauchen, sondern mehr Wert auf Zwischenmenschliches und das Gerüst der Handlung legen, auch wenn mich persönlich die Beziehung der Hauptcharaktere nicht wirklich abholen konnte. Für Fans der "Macht der Seelen" Reihe ist es empfehlenswert, wenn sie sich auch für Mystery begeistern können, oder einfach Joss Stirlings Schreibstil mögen. Aber auch diejenigen, die die Savant-Trilogie zu kitschig fanden, könnten mit "Raven Stone" glücklicher werden.
3/5

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