Montag, 10. Dezember 2012

[Rezension] Der Feenturm - Aileen P. Roberts

Quelle: randomhouse.de
Preis: 12,99€ 
Verlag: Goldmann
Seiten: 636
Bewertung: 2* 
Einzelband
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Inhalt:
Dana reist mit ihrer Freundin Marita nach Schottland. Dort treffen sie die zwei Studenten Marc und Alec und beschließen, mit ihnen gemeinsam Schottland zu erkunden. 
Dana interessiert sich für die keltische Geschichte und ist von den Brochs, den alten verfallenen Türmen, die es in Schottland gibt, fasziniert.
Aufgrund einer Wette, muss sie sogar eine Nacht in einem Broch verbringen. 
Dort erscheint ihr der Geist von Rionach, einer Piktenkriegerin, die seit zweitausend Jahren an diesen Ort gebunden ist. 
Sie bittet Dana, für sie in die Vergangenheit zu reisen, ihre Tochter zu retten und wieder mit in die heutige Zeit zu bringen.
Dana glaubt natürlich erst ihren Ohren nicht und weigert sich. Nachdem ihr Rionach und der Broch jedoch nicht aus dem Gedächnis gehen und sie zu neugierig auf die damalige Zeit ist, entschließt sie sich doch dazu, dieses Abenteuer zu wagen.. (Quelle: randomhouse.de)

Cover/Titel: 
Das Cover ist passend und wirklich schön gestaltet.
Der Titel allerdings etwas irreführend, da nicht wirklich viele Feen vorkommen.
Erwartet also keine Feengeschichte ;)

Meine Meinung:
Der Anfang hat mir gefallen, die Protagonistinnen erschienen mir auf den ersten Blick sympathisch, besonders Marita. 
Mit den Jungen bin ich allerdings nie so wirklich warm geworden. Ich weiß auch nicht genau wieso. Sie waren einfach etwas platt und nicht wirklich tiefgründig. 
Über Alec erfährt man kaum etwas, aber er spielt auch eher eine etwas unwichtigere Rolle. 
Aber sogar Marita, die mir ja gefallen hat, wird irgendwann aus der Geschichte "gekickt".
Ich kann es zwar nachvollziehen, weil Dana nunmal die Hauptprotagonistin ist und andere Charaktere irgendwann wichtiger werden, trotzdem war es etwas schade. 


Ich muss auch gestehen, dass ich mir von einer Zeitreise-Geschichte mehr Spannung erwartet hatte. 
Als Dana in der vergangenen Zeit ankommt, geht es mehr um die Leute, Speisen, Rituale und Gegenden, was zwar eine bessere Vorstellung ermöglicht und stellenweise auch interessant ist, jedoch hatte ich davon irgendwann genug und habe mir mehr Spannung erhofft. 
Ab und an wird es zwar aufregend, aber nicht unbedingt für Dana. 
Sie sitzt anfangs einfach in dem Dorf und wartet darauf, dass andere Krieger aus Schlachten zurückkommen, ist jedoch selten selbst in eine spannende Handlung verwickelt. 

Tja, und dann die Liebesgeschichte.. 
Die konnte mich leider auch nicht begeistern. 
Ich möchte ja nicht zu viel verraten, aber man hat die Liebe einfach nicht wachsen sehen können. Ich kann mich nur an 2/3 Gespräche erinnern, die sie mit diesem Mann hatte. 
Ich bin leider kein Fan dieser "Oh weia, es hat mich vollkommen erwischt, habe das nicht kommen sehen"- Geschichten. Also jetzt nicht falsch verstehen, es ist keine Liebe auf den ersten Blick, bei der sie dann nur noch an ihn denken muss. Es ging einfach nur plötzlich, sie kannten sich kaum und ich war etwas überrascht und unzufrieden mit der Entwicklung. 
Aber die Autorin wollte sich nun eben lieber auf andere Themen konzentrieren, was ja auch nicht verkehrt ist. Dennoch finde ich, wäre auf den über 600 Seiten Platz dafür gewesen.

Ich habe ewig gebraucht, dieses Buch zu lesen. Es konnte mich insgesamt einfach nie wirklich fesseln. Einzig wenn Dana in der Gegenwart war und Dinge über ihr Leben erfahren hat, hat es mich interessiert. In der Vergangenheit, in der es ja eigentlich normalerweise besonders aufregend sein soll, war es das für mich persönlich, in diesem Falle nicht. 
Vielleicht lag es an den Protagonisten, dass mir Entwicklung und Spannung gefehlt hat, eventuell aber auch einfach an dem Thema, dass es viel um Kelten und die damalige Zeit, deren Sitten und Traditionen ging und weniger um Handlungen.  
Oftmals verwendet die Autorin Zeitangaben, wie "ein paar Monate später" oder ähnliches, die das Buch nicht so langatmig erscheinen lassen sollen, aber dadurch kam es mir noch mehr vor, als würde ich 96 Jahre an diesem Buch lesen.

Je länger ich diese Rezension schreibe, desto stärker fällt mir auf, dass ich dem Buch einfach keine 3 Sterne geben kann, wie ich es eigentlich vorhatte. Ich habe einfach mehr zu bemängeln und kaum etwas positives zu berichten. Ändern wir das mal:
Die Idee ist gut, es wurde auch schön recherchiert von der Autorin, man hat einen guten Eindruck von der Zeit und den Menschen bekommen und wenn einem die Protagonisten sympatisch sind, man sich für Kelten interessiert und einen viele Beschreibungen nicht langweilen, könnte das Buch durchaus was für einen sein!
Wäre das Buch kürzer und dadurch dann spannender gewesen, hätte es vielleicht
auch mich begeistern können. 

Fazit: 
Ein Fantasybuch mit vielen Beschreibungen der damaligen Zeit, dass mich durch die mangelnde Spannung leider einfach nicht fesseln konnte.


2/5

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