Samstag, 20. Oktober 2012

[Rezension] Kalte Pfoten - Anna Ringberg

Quelle: rowohlt.de
Preis: 9,99€
Verlag: Rowohlt

Seiten: 317
Bewertung: 1*
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Zitate:
"Der Hund hätte hineinbeißen können wie in einen Apfel, wenn er gewollt hätte. Einfach so. Schmatz." S.39

"Wie ein Schiff auf stürmischer See fühlt er sich, wie eine verdammte Estonia, auf der Menschen und Gegenstände wirr umherpurzeln." S.47

Klappentext:
Lasse hat seinen Sohn Matti seit Jahren nicht gesehen. Sein Praktikumsplatz wird auch nicht verlängert: Zu alt, sagt die Sozialarbeiterin. Wenigstens weiß er, dass Alkohol schlecht für ihn ist. Und er hat Boys, seinen besten Kumpel und heißgeliebten Whippetrüden, der treu zu ihm hält.
Jetzt wird Lasse 65. Das muss gefeiert werden. Dafür hat er extra Porzellan ausgeliehen und das Haus aufgeräumt. Sogar Matti hat zugesagt. Soll der Junge verdammt noch mal sehen, wie gut Lasse zurechtkommt. 
Doch dann geschieht etwas Furchtbares: Boys ist plötzlich verschwunden. Obwohl Lasse gar nicht mehr in der Stimmung ist, trudeln die ersten Gäste ein. Schließlich kommt auch Matti, mit einem Hundebiss an der Hand, den der Vater nicht sehen darf…(Quelle: rowohlt.de)

Cover: 
Das Cover ist süß, passt aber nicht unbedingt zur Geschichte. Viele haben sich in der Leserunde aufgrund des Covers etwas anderes erhofft. Es ist keine süße Och-der-Hund-ist-verschwunden-suchen-wir-ihn-mal-Geschichte. Auch nicht wirklich etwas für Hundeliebhaber, weil es schon ziemlich brutal zugeht.

Meine Meinung:
Wie schon gesagt, es ist brutal, offen, ehrlich. Ich empfand es aber als too much. 
Es wurde über Dinge berichtet, die ich nicht wissen oder über die ich zumindest nicht lesen wollte. Und das wird dann natürlich auch noch ziemlich genau beschrieben. 
Gleich am Anfang, wird man brutal in die Geschichte geworfen. 
Ich war oftmals fassungslos, was die liebe Anna Ringberg so alles in ihrem Roman erwähnt hat. Auch harmlose Mandarinen bleiben nicht verschont! Ich hoffe, ich bin noch im Stande welche zu essen :D
Dadurch konnte ich dann leider auch nicht die Geschichte genießen, niemanden der Charaktere, auch nicht den Hund, liebgewinnen. 
Mit dem 65-jährigen Lasse wurde ich so gar nicht warm. Ich hab zwar noch nie aus der Sicht eines Rentners gelesen, aber im normalen Leben finde ich die immer so liebenswert. Lasses Gedanken hingegen waren nicht besonders toll zu lesen. Er hat noch nicht mal einen Schwank aus seiner Jugend erzählt oder so.
Matti hat mir da schon etwas besser gefallen, aber auch er ist mir nicht ans Herz gewachsen. Er hat seinen Vater anscheinend nicht besonders gern, wenn er ihn 20 Jahre nicht besucht hat. Auch jetzt hat er nicht besonders viel Lust, ihn zu besuchen. Ich finde das schade. Die Beziehung zu seiner Freundin ist ebenfalls etwas seltsam. Der Hund Boys, wird von den Nachbarn als gefährlich dargestellt, dabei ist er harmlos und versucht nur, sein Herrchen zu beschützen. 
Das Ende ließ mich unzufrieden und unbefriedigt zurück, weil es ziemlich offen ist und man nicht weiß, was weiter passiert. 
 
Fazit:
Leider hat mir das Buch nicht wirklich gefallen. Es ist brutal, negativ und trostlos, und berichtet von Dingen, die zwar alltäglich sind, aber die kein Mensch so genau wissen muss. 


1/5

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